GEWUSST WIE: der Bau eines schnellen Frühbeetkastens

Frühbeetkasten © BibokoeFür die ersten Anzuchten des Gartenjahres im März bis April ist es vorteilhaft einen Frühbeetkasten zu besitzen. Dafür kann man entweder ein handelsübliches Modell benutzen oder aus Restbrettern und Folien einen Frühbeetkasten nach Maß selber bauen.

Dazu nehmen Sie 4 Bretter bzw. Brettzuschnitte und ein paar Pflöcke und stecken Sie direkt auf einem beräumten Gartenbeet zusammen.

Dabei sollte das hintere Brett etwa 50 cm hoch, das vordere Brett etwa 20 cm und die Seiten entsprechend von 50 auf 20 absteigend zugeschnitten sein.

Durch ein abwechselndes Stecken der in der Länge zu den Brettern passenden Pflöcke wird der Kasten fixiert. dabei wird eine zweite Person benötigt. Die Ecken sollen möglichst dicht gesteckt werden. Zur Isolierung kann man um die Ränder außen herum Boden anhäufeln. Weiterlesen

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ARBEITEN IM GARTENJAHR: Vorfrühling Mitte Februar bis Ende März

Austrieb Hortensie aus der Mitte © Bibokoe '15

Als Vorfrühling bezeichnet der Meteorologe die Frühphase des Frühlings, im Allgemeinen die Zeit von Mitte Februar bis Ende März. Er bezeichnet das Einsetzen der Vegetationsperiode. Der Termin ist um drei Wochen gegen den astronomischen Frühlingsbeginn, der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, verschoben. In höheren Lagen und Breiten kann sich der Spätwinter bis in den April oder gar Mai ziehen. Der Vorfrühling geht der in den Erstfrühling über.

Mit Beginn der Blüte von Schneeglöckchen, Winterling und Haselnuss verabschiedet sich der Winter endgültig und macht Platz für den Vorfrühling. Jetzt ist es an der Zeit, den Garten auf die kommende Saison einzustimmen, die Beete vorzubereiten. Sobald die überschüssige Winterfeuchtigkeit aus den Böden verschwunden ist, kann die Gartenarbeit draußen beginnen.

Zeiger- oder Leitpflanzen (Phänologie):

Anfang: Blüte von Schneeglöckchen, Winterling und Haselnuss
Ende: Austrieb bei Stachelbeere, Blüte von Salweide, Kornelkirsche und Krokus

Gartenarbeiten allgemein:

  • Bei milder Witterung und offenem Boden Beete vorbereiten, mit der Grabgabel lockern, Mulchschichten zwecks besserer Bodenerwärmung entfernen/einarbeiten
  • Kompost ausbringen
  • Ausbringen von Gründünger als Vor- bzw. Reihensaat (nach Gertrud Franck): Spinat, Senf
  • Mistbeet packen, Frühbeetkasten herrichten, Schilfmatten, Säcke zum Abdecken bei Frost bereit legen
  • Aussaaterde vor dem Säen mit Schachtelhalmtee zum Vorbeugen von Pilzkrankheiten überbrausen
  • Bodenproben entnehmen und zur Analyse bringen
  • Nisthilfen für Vögel säubern
  • Bohnenstangen aufstellen
  • Ggf. Freilandaussaaten mit Folien oder beweglichen Gewächshäusern vor Frost schützen
  • Weißanstrich an Obstbäumen nachholen, bzw. überprüfen
  • Untergestellte Kübelpflanzen, und eingelagerte Knollen und Zwiebeln auf Schädlingsbefall kontrollieren

Arbeiten im Obst- und Gemüsegarten:

  • Erste Aussaaten in Aussaatkästen im Haus: Gemüse mit langer Kulturzeit wie Tomaten, Sellerie, Paprika, Kohlrabi, Brokkoli, Aubergine, Sommerlauch, (Ende Februar)
  • Erste Aussaaten im Vorzuchtbeet: Frühsorten von Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Rotkohl, Wirsingkohl, Rote Beeten, Lauch
  • Erste Direktsaaten im Beet: Robuste Gemüse wie Spinat, (Pal- oder Schal-) Erbsen, Steckzwiebeln, Radieschen, Rettich, Speiserüben, Schwarzwurzeln, Topinambur, Wurzelpetersilie, Pastinaken, Möhren, Petersilie, Puffbohnen (Dicke Bohnen), Schnitt- und Pflücksalate, Mairüben, Stielmus. Gartenkresse
  • Wintergemüse endgültig abräumen: Grün- und Rosenkohl, Lauch, Feldsalat
  • Frühkartoffeln zum Vorkeimen hell stellen bei 15° C (4-8 Wochen vor dem Pflanzen)
  • Rhabarber antreiben
  • Pflanzung von Obstgehölzen
  • Vorbeugende Maßnahmen gegen Schädlinge an Obstgehölzen ergreifen (Kräuselkrankheit, Apfelschorf, etc.)
  • Schnitt von Obstbäumen, Fruchtmumien entfernen
  • Winterschnitt von Kiwipflanzen und Weinreben
  • Steckhölzer von Beerensträuchern stecken
  • Ausdauernde Kräuterpflanzen teilen und neu auspflanzen (Minze, Thymian, Schnittlauch, Salbei)

Arbeiten im Zierpflanzengarten:

  • Erste Aussaaten im Aussaatkasten im Haus: Sommerblüher mit langer Entwicklungszeit wie Pelargonien, Petunien, Begonien, Edelwicken, Löwenmaul, Tagetes, Spinnenpflanze, Sommernelke, Ziertabak, Glockenrebe, Kapuzinerkresse
  • Erste Direktsaaten im Beet: Robuste Sommerblüher wie Ringelblume, Kornblume, Goldmohn, Schleierkraut, Schleifenblume, Jungfer im Grünen, Klatschmohn
  • Vortreiben von Knollenbegonien, Gladiolen, Dahlien im Haus
  • Staudenpflege: abgestorbene Triebe entfernen
  • Laubdecke um austreibende Stauden etwas abdecken, um Schimmel und Fäulnis zu verhindern
  • Rasenpflege: Abrechen von alten Gräsern und Laub, Vertikutieren, Langzeitdüngung
  • Rückschnitt von Ziergräsern
  • Pflanzung von empfindlichen Gehölze wie Rhododendren und Immergrünen Sträuchern
  • Schnitt von Hecken und sommerblühenden Blütensträuchern wie Sommerflieder, Bartblume, Gartenhortensie, Johanniskraut und Spierstrauch
  • Stauden und Sträucher teilen und neu einpflanzen

Bitte beachten: nicht alle Arbeiten sind in jedem Garten nötig, bitte daher eine Auswahl treffen.

weiterlesen -> Erstfrühling

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WINTER: Planungszeit

Gerade an den ruhigen Tagen zwischen Weihnachten und Sylvester, aber auch zu Beginn des Neuen Jahres denken viele Gärtner darüber nach, wie sie denn die Ihnen zur Verfügung stehende Gartenfläche nutzen können.

Vieles ist zu bedenken. Was ist bereits vorhanden? Was möchte ich gerne in meinem Garten haben? Was ist aufgrund des Kleingartengesetzes und der allgemeinen Situation überhaupt möglich?

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MISCHKULTUR  – Möhre liebt Zwiebel?

 

Möhre und Karotte

Bei der Mischkultur handelt es sich im Gegensatz zur Monokoltur, bei der eine Kultur- bzw. Pflanzenart auf einem Beet angebaut wird, um den gleichzeitigen Anbau mehrerer Kulturen- bzw. Pflanzenarten auf ein und demselben Beet.

Durch langjährige Beobachtungen*, insbesondere im Gemüseanbau, hat man festgestellt, dass sich Pflanzen im Wachstum fördern oder aber behindern können. Man sät, pflanzt, erntet daher bei der Mischkultur Gemüsearten mit unterschiedlicher Reifezeit und unterschiedlichen Nährstoffbedürfnissen gleichzeitig, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und vermeidet den gleichzeitigen Anbau, wenn sie sich schaden.

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LESE-TIPP: wenig bekannte Gemüsearten

Bei unserer Recherche im Internet über den Anbau von Gemüse ist uns eine Broschüre des Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie aufgefallen. Wir möchten Sie Ihnen heute vorstellen. 

„Die im Jahr 2005 erschienene Broschüre »Wenig bekannte Gemüsearten« war eine der erfolgreichsten Veröffentlichungen der Sächsischen Gartenakademie. Für über 30 verschiedene Kulturen wurden alle notwendigen Hinweise zur Herkunft, zum Anbau und zur Verwendung praxisgerecht und leicht verständlich zusammengestellt.“

Auch heute sind die beschriebenen Kulturen eher selten in unseren Berliner Kleingärten zu finden. Vielleicht ist auch für Sie etwas dabei? Weiterlesen

LESE-Tipp: giftige Pflanzen im Hausgarten

Auf der Seite der Kleingartenkolonie Vogelsang 1 a  fanden wir einen Tipp zu einem Ratgeber über giftige Pflanzen der nicht nur dann interessant ist, wenn kleine Kinder im Garten spielen, da viele schöne Pflanzen im Garten, beim Verzehr eine Unverträglichkeitsreaktion hervorrufen.

23 Pflanzen werden hinsichtlich Ihrem Grad der Giftigkeit, den möglichen Auswirkungen auf den Menschen und der kritischen Dosis der Pflanzenanteile kurz portraitiert.

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AKTIONS-TIPP: Bodenanalyse TU-Berlin bis 15.04.2016 verlängert

Das Institut für Bodenkultur der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Martin Kaupenjohann verlängert seine Studie über den Status der Böden in den Berliner Kleingärten ein weiteres Mal bis zum 15. April 2016.

Im Rahmen eines Studienprojektes zu urbanen Gartenböden in Berlin bietet das Fachgebiet Bodenkunde der TU Berlin den Berlinern Kleingärtnern eine umfassende Nähr- und Schadstoffuntersuchung Ihrer Gartenböden an. Die Bearbeitung und Untersuchung  der Proben, die Analyse sowie die Zusendung der Berichte erfolgt zum Selbstkostenpreis.

Ziel ist ein genauerer Überblick über die Böden und deren Qualität im Großraum Berlin. Das ist nicht nur im wissenschaftlichen Interesse sondern auch in dem der beteiligten Kleingärtner. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Die Genauigkeit Analyse geht weit über das übliche hinaus.

(Quelle: Gartenfreund, März 2016, Seite 3/48 „Mehr Wissen für Besser-Esser“)

Bestellung der Bodenanalyse der TU Berlin – Institut für Bodenkultur zum Preis: 45,00 € -> hier

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